Kolleg für Sozialpädagogik

Ausbildung

Das Kolleg für Sozialpädagogik bietet Personen, die bereits im sozialpädagogischen Berufsfeld arbeiten, aber auch solchen, die (noch) in einem berufsfremden Bereich tätig sind und sich beruflich neu orientieren wollen, eine berufsbegleitende Ausbildung zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen.

Das nach Abschluss der Ausbildung an der Bundesbildungsanstalt erlangte Diplomprüfungszeugnis wird österreichweit anerkannt und ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, im gesamten sozialpädagogischen Berufsfeld zu arbeiten.

Dauer:
Sechs Semester

Kosten:
Der Besuch des Kollegs für Sozialpädagogik an der Bildungsanstalt Oberwart ist kostenlos. Kosten für Lehrmittel (Schulbücher, Musikinstrument, Materialien für den kreativen Bereich,...) und Kosten, die im Rahmen von Schulveranstaltungen (Exkursionen, Workshops,…) anfallen, sind von den Studierenden zu tragen. 

Ausbildungsinhalte - Unterrichtsgegenstände: (Stundentafel)

  • Religion
  • Pädagogik (einschl. Sozialpädagogik, Entwicklungspsychologie, Soziologie)
  • Inklusive Pädagogik
  • Didaktik (Handlungskonzepte und -felder der Sozialpädagogik)
  • Praxis der Sozialpädagogik
  • Kommunikation und Gruppendynamik
  • Sozialmanagement und Recht
  • Lernbegleitung
  • Gesundheit und Ernährung
  • Seminar Bildnerische Erziehung, Werkerziehung, Textiles Gestalten
  • Musikerziehung
  • Rhythmisch-musikalische Erziehung
  • Instrumentalunterricht
  • Bewegungserziehung: Bewegung und Sport
  • Ernährung mit praktischen Übungen
  • Supervisorische Begleitung
  • Seminar Kinder- und Jugendliteratur, Medien und Theaterpädagogik
  • Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens

Aufnahmevoraussetzungen

Formale Voraussetzungen für den Besuch des Kollegs sind

  • eine Reifeprüfung oder Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • eine erfolgreich absolvierte Eignungsprüfung.

Ad1.)
Sollten im Rahmen der Studienberechtigungsprüfung im Pflichtfach „Biologie und Umweltkunde“ und im Wahlfach „Einführung in die Philosophie“ die erforderlichen Prüfungen noch ausstehen, können diese begleitend zur Kollegausbildung im Zuge der Teilnahme an einem schulinternen Vorbereitungskurs abgelegt werden.

Ad2.)
Die praktische Eignungsprüfung erfolgt in den Bereichen

  • Musikalische Bildbarkeit
  • Fähigkeit zum schöpferischen Gestalten
  • Körperliche Gewandtheit und Belastbarkeit
  • Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit

Ziel der Eignungsprüfung ist es, zu erfassen, ob die Voraussetzungen für das Erlernen der im Lehrplan vorgesehenen Unterrichtsinhalte in den genannten Bereichen vorliegen. Spezielle Kenntnisse, z.B. das Beherrschen eines Musikinstrumentes auf einem bestimmten Niveau, sind nicht erforderlich.
Eignungsprüfungstermine für das nächste Ausbildungsjahr werden rechtzeitig auf der Homepage angekündigt.

Eignungsprüfung

Die praktische Eignungsprüfung besteht aus folgenden vier Teilbereichen:

Musikalische Bildbarkeit:
Überprüft wird die musikalische Bildungsfähigkeit, beispielsweise die Fähigkeit zum Erfassen und Nachvollziehen von Rhythmen und Melodien. Dies erfolgt unter anderem durch das Vorsingen eines einfachen Liedes oder Pop-Songs nach eigener Wahl. Vorkenntnisse auf einem Instrument sind nicht Bedingung.

Fähigkeit zu schöpferischem Gestalten:
Überprüft werden kreativ-gestalterische Fähigkeiten, beispielsweise das Erfassen von Aufgabenstellungen, Kreativität in der Lösung eines vorgegebenen Themas, Originalität und Experimentierfreudigkeit, Farb- und Formgefühl sowie die Genauigkeit in der Ausführung.

Körperliche Gewandtheit und Belastbarkeit:
Überprüft wird die körperliche Eignung; es soll ein Eindruck über die Grundfertigkeiten im Bewegungsbereich und die Teamfähigkeit bei Bewegungsaufgaben gewonnen werden. Dies erfolgt durch einfache Übungen in den Bereichen Gleichgewicht, Koordination und in den Grundbewegungsarten.

Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit:
Überprüft werden berufsrelevante soziale Kompetenzen sowie sprachliche und kommunikative Voraussetzungen, beispielsweise die Fähigkeit, sich in Gesprächen klar und verständlich auszudrücken und auf Gesprächspartner einzugehen. Dies erfolgt durch Problemstellungen, deren Lösung konstruktives Gesprächsverhalten, Argumentationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft erfordern.

Im abschließenden Einzelgespräch wird auch die Berufsmotivation und Reflexionsfähigkeit erhoben.
Eignungsprüfungstermine für das nächste Ausbildungsjahr werden rechtzeitig auf der Homepage angekündigt.

Organisationsform

Das Kolleg wird berufsbegleitend in modularisierter Form (semesterweise Lehrstoffverteilung in Kompetenzmodulen) geführt. Die Ausbildung umfasst eine Gesamtstundenanzahl von 149 Wochenstunden in sechs Semestern, wobei eine Wochenstunde in der Stundentafel 18 Unterrichtseinheiten (der Sozialphase) entspricht.
Semesterbeginn/-schluss, Ferienzeiten und schulfreie Tage im Kolleg entsprechen den jeweiligen Terminen im Schulbereich (Burgenland).

Der Unterricht gliedert sich in

  • Sozialphasen (Anwesenheit in der Schule), in denen mit den Studierenden im Klassenverband gearbeitet wird,
  • Individualphasen (Selbststudium zu Hause), in denen Inhalte des Lehrplans von den Studierenden selbstständig zu erarbeiten sind, und
  • Praktika, die von den Studierenden im von der Stundetafel vorgegebenen Ausmaß in sozialpädagogischen Einrichtungen absolviert werden.

Die prozentuale Aufteilung zwischen Sozialphase und Individualphase in den einzelnen Gegenständen variiert.

Der Unterricht in den Sozialphasen findet wöchentlich

  • an Freitagen zwischen 11.45h und 18.55h
  • und an Samstagen zwischen 8.00 und 16.55h statt.

Stundenpläne werden zu Semesterbeginn unter Berücksichtigung von allfälligen Exkursionen, Vorträgen, Workshops und sonstigen alternativen Unterrichtsformen erstellt. Sie beinhalten Phasen des Blockunterrichts und orientieren sich an der festgelegten Gesamtstundenanzahl. Somit ergibt sich eine inhaltlich und zeitlich variable Stundenbelegung an den einzelnen Wochenenden. Neben gänzlich verplanten Wochenenden (mit maximal 18 Unterrichteinheiten) gibt es auch Tage, an denen das mögliche Stundenausmaß nicht ausgeschöpft wird. Die Unterrichtszeiten für die alternierend angebotenen Vorbereitungskurse aus „Biologie und Umweltkunde“ und „Einführung in die Philosophie“ liegen in der Regel vor der ersten Unterrichtseinheit am Freitag (d.h.: 10.00h -11.30h).

Praxis:
Zusätzlich zum Theorieunterricht absolvieren Studierende semesterweise Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen, einen Teil davon in Form von Blockpraktika. Das Praktizieren in unterschiedlichen Institutionen, die in Absprache mit den Lehrenden ausgewählt werden, soll einen Einblick in die vielfältigen sozialpädagogischen Arbeitsfelder ermöglichen.
Die im Rahmen eines Praktikums zu erfüllenden Arbeitsaufträge sind auf die Unterrichtsinhalte und den Ausbildungsgrad abgestimmt. Erfahrungen, die die Studierenden in der Praxis sammeln, werden im praktikumsbegleitenden Unterricht reflektiert.
Um Studierende am Beginn der Ausbildung in der Praxis möglichst gut unterstützen zu können, wird im ersten und zweiten Semester auch im Praxishort der BAfEP Oberwart und im in unmittelbarer Nähe zur Schule gelegenen STEP-Gästehaus Oberwart (Internat) praktiziert.

Unterrichtsgestaltung:
Die Gestaltung des Unterrichts orientiert sich an Prinzipien der Erwachsenenbildung: Der Unterricht am Kolleg unterstützt selbsttätiges Lernen und berücksichtigt Vorkenntnisse bzw. -erfahrungen der Studierenden. Neben der Auseinandersetzung mit Inhalten der Fachtheorie bilden die Förderung von (selbst)reflexiven Prozessen und das Erlangen von beruflichen Haltungen Schwerpunkte der Ausbildung.
Ein wesentliches Element der Unterrichtgestaltung sind Exkursionen, Projekte, Workshops u. Ä. Durch den Besuch von sozialpädagogischen Einrichtungen bzw. von Systempartnern im sozialpädagogischen Netzwerk erhalten Studierende einen unmittelbaren Einblick in deren Konzepte und Arbeitsweisen.
Fachvorträge, in denen Expertinnen und Experten über relevante Themen oder spezifische Arbeitsfelder informieren, bereichern den Unterricht ebenso wie Workshops vor Ort, die eine handlungsbezogene Auseinandersetzung mit bestimmten Problematiken ermöglichen.

Abschluss

Die Ausbildung am Kolleg wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen.

Diese umfasst:

  • eine Diplomarbeit
  • eine schriftliche Klausurarbeit aus Pädagogik (einschließlich Sozialpädagogik, Entwicklungspsychologie, Soziologie) oder Didaktik (Handlungsfelder und Konzepte der Sozialpädagogik) des Stammbereiches
  • zwei mündliche Teilprüfungen: eine mündlichen Teilprüfung im Schwerpunktfach Fachkolloquium und eine mündliche Teilprüfung im Wahlfach

Öffnungszeiten Sekretariat

Montag - Freitag
07:30 - 14:00 Uhr
Tel.: +43 (0)3352 323 55
Fax: +43 (0)3352 323 55-17
Email: s109810@bildung.gv.at
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